Posted by: hhfriessn | 05/03/2009

Kleinstadtleben in der Geistercity

Zukunft der Kärntner Wirtschaft

Egyd Gstättner regt in seiner Glosse in der Kleinen Zeitung vom 04.03.2009 wieder einmal zum (Nach)Denken an. Bei einem Spaziergang durch die Stadt Klagenfurt fallen einem wirklich nicht hie und da, sondern beinahe überall leer stehende Geschäfte auf. Viele kleine Läden, vom Greißler über die Trafik bis zur kleinen Boutique, haben wirtschaftlich betrachtet den alles überragenden Einkaufszentren und Handelsketten nicht viel entgegen zu setzen. Sortimentsbereinigung und Ausdifferenzierung fallen zudem schwer, wenn der Zug bereits abgefahren ist und die Banken nicht mehr mitziehen wollen. Und die Politik ist gerade auch kein Freund des Kleingewerbetreibenden von nebenan.

Der ORF in Kärnten Heute und so manches Tagblatt berichteten unlängst von einzigartigen Produkten und Leistungen, welche Kärnten “durch die Bank”, Lebensmittel, uriges Handwerk wie innovative Hochtechnologie, zu bieten hat. Manche haben den Schritt in die Zukunft also doch gewagt und bieten moderne, qualitativ hochwertige und nutzenstiftende Leistungen an. So provinziell verquert und regional begrenzt ist der Kärntner ja also doch nicht. Dabei kommt es aber immer auf die Vermarktung an, wobei der Kärntner sich wohl internationaler ausrichten und auf höherem Level ansetzen sollte. Diesbezüglich sollte er sich seiner Stärken bewusst werden und diese mit Mut und Engagement präsentieren.

Posted by: hhfriessn | 03/03/2009

Eine kuriose Meinung

BZÖ will Veröffentlichungsverbot vor Wahlen!

Das ist ja wirklich interessant. Das BZÖ, in Kärnten der große Gewinner wider Erwarten profitiert maßgeblich vom Mythos Haider und setzt Maßstäbe in der Wahlwerbung mit einer verstorbenen Ausnahmeerscheinung. Nun, da die Wahl geschlagen ist und die Arbeit beginnen sollte, lassen die Orangen mit einem seltsamen Vorstoß aufhorchen. So fordert der stellvertretende Vorsitzende des BZÖ doch tatsächlich ein Verbot für Meinungsumfragen vor Wahlen. Nicht genug, dass das BZÖ sich durch seine umrühmliche Asyl- und Fremdländerpolitik inszeniert, jetzt wollen sie direkt nach einer Wahl auch die verfassungsrechtlich verankerten Rechte des Österreichers beschränken. Das zukunftsträchtige Politkabarett geht also munter weiter.

Posted by: hhfriessn | 26/02/2009

Plakatbäume

> some zynical news <

Wahlwerbung in Kärnten ist anders. Anderswo spart man bei Plakaten, in Kärnten kann man bald ganze Orte zu tapezieren. Und sich dabei anhand der Sujetlinien der Parteien die Ortsgestaltung zurecht legen. Das Beste daraus:

http://photozoom.mslivelabs.com/Album.aspx?alias=georgholzer&album=5

Nun noch ein toller, humorvoll zynischer Beitrag zur Wahlwerbung vom Zynikus per se:

Sonntag wird in Salzburg und Kärnten gewählt. Während der Wahlk(r)ampf in der Festspielstadt dahinplätschert, befindet sich der Süden im Ausnahmezustand einer nie dagewesenen Plakate-, Inserate-, Postwurf-, Wahlzuckerl-Materialschlacht. Die Kärntner Parteien, die mit scheinbar unendlichen Geldmitteln jedes Krisengerede Lügen strafen, haben aber ihr Hauptwahlziel knapp verfehlt: Für jeden Bürger ein Plakat aufzustellen. Das scheiterte nicht am Plakat-, sondern am Bäumemangel: Entlang belebter Straßen sind zu wenig Bäume für Plakatständer da! Eine Aufforstungsoffensive muss für nächste Wahlen Abhilfe schaffen. Bei Platzmangel sollen Gehwege weichen, um ausreichend Plakatbäume (und Bürger) zu pflanzen. Gentechnisch manipulierte Bäume, die im Augenhöhebereich ultrabreit wachsen, könnten umfallgefährdete Ständer überflüssig machen – man wird Plakate direkt am Baum affichieren (der breitere Stamm ist auch ein Signal an Stammwähler). Die Wahl des Plakatbaumes wird noch happig: Die ÖVP will Schwarzkiefern, die SPÖ Rotbuchen, das BZÖ ist für Dotter-Weiden, die Grünen wollen Stechpalmen, die FPÖ plädiert für deutsche Eiche. Zur Stimmungslage der Parteien passt wohl am besten die Zitterpappel.

zynikus@kleinezeitung.at
Kleine Zeitung am 26.02.2009

Posted by: hhfriessn | 26/02/2009

PFOAH – Wahlwerbung á la BZÖ

> some bad news <

Die Unverschämtheit, mit welcher das Bündnis Zukunft Österreichs (BZÖ) tiefstens in den Steuertopf greift, um seine Wahlwerbungen zu finanzieren, löst wohl bei vielerlei Gemütern Verwunderung aus. Und hoffentlich nicht nur bei den konkurrierenden Parteien, sondern auch beim zur Urne gerufenen Bürger. Dieser hat nämlich am kommenden Sonntag, den 1. März 2009, die Gelegenheit, der Verwunderung Ausdruck zu verleihen, und jenen seine Stimmen zu geben, welche wirtschaftlich und sozial in seinem Sinne handeln. Und das ist NICHT das BZÖ!

Denn als Imagewerbung fürs Land Kärnten getarnte Wahlkampffinanzierung ist nur der Gipfel der Unverfrorenheit. Die Einmalzahlungen an bspw. Mütter und ältere Menschen sowie der Teuerungsausgleich sind keine nachhaltigen Maßnahmen. Die Husch-Pfusch-Finanzierungen á la Tibethotel und Umfahrung Bad St. Leonhard zeigen auch kaum wirtschaftlichen Weitblick. Denn zu prognostizierende Sanierungsfälle und fehl-kalkulierte Investitionsprojekte sind die Ausgeburten einer Wirtschaftspolitik, die zu Lasten des Bürgers und seiner Nachkommen geht. Dadurch zeichnet sich das BZÖ aus. Es schaut auf sich und seinen Machterhalt, also auf seinen Status Quo! Das BZÖ achtet NICHT auf unsere ZUKUNFT!

Posted by: hhfriessn | 17/10/2008

Fernsehen on top

Ist das Top-Medium zeitgemäß, wird überproduziert oder stimmt die Mischung aus Kommerz, Advertainment und Edutainment im deutschsprachigen Fernsehen? So oder ähnlich ließen sich Fragen nach der Bedeutung der TV-Übertragungen in dieser Zeit sicherlich stellen? Kaum fragwürdig erscheint die Programmgestaltung, die von bloßer Berieselung über zigfache Blödelei bis hin zu mehrmals sich wiederholenden Serien reicht. Der Konsument gibt den Redakteuren jedenfalls Recht. Beste Sendeplätze werden daraufhin mit mehr und mehr Schund zugeschüttet. Will man sich gar einmal einen besonderen Augenschmaus gönnen, muss man dafür schon tapfer seine Kondition trainieren oder einige audiovisuelle Vorspeisen genießen, die einem dann aber eventuell den Hauptgang vermießen, der immerhin kurz nach Mitternacht, wohl bemerkt unter der Woche, serviert wird.

Alternativ wechselt man vom Deutschen zum Österreichischen Fernsehen. Die Angebotsvielfalt an langweiligen Provinzsendern in Deutschland ist ja überbordend. Da lobe man sich doch die Angebotspalette an höchst informativen und aufwendigst produzierten Österreichischen Sendungen wie Universum!, Orientierung?, Report? etc. Doch so blauäugig darf man sich als Ösi auch wieder nicht anstellen. In den letzten Jahren geschaffene Formate ohne namentliche Nennung nehmen mehr als nur den Kern-Content auf die Schippe. Insofern und darüber hinaus ist die Medienpolitik des ORF auch nicht immer das Gelbe oder Weise.

In Deutschland verwundert es den bewundernden Fan des gegenwärtig immer noch lautesten Literaturkritikers anscheinend nicht, wenn dieser zusätzlich seiner Rolle gerecht zum Fernsehkritiker mutiert und frei Hals den Deutschen Fernsehpreis für sein Lebenswerk zurückweist. Die einen werden nun ob der sehr wahrscheinlich zweifelhaften Qualität des Fernsehens lauthals “wunderbar …” von sich geben. Die Direktoren, die den Lebenswerkpreisträger quasi als kritisches Fernsehidol schufen, werden empört reagieren. Na das hat man nun von “seinen” Kritikern.

Posted by: hhfriessn | 14/10/2008

Floccinaucinihilipilification

Maybe the most curious word creation to be detected.

It apparently means nothing more than contempt.
See: http://en.wikipedia.org/wiki/Floccinaucinihilipilification

Or just watch this to catch an idea:

It is indeed difficult to say if such rhetorical stuff is really needed. Shall it express more than one is able to tell by conventional language? Can we broaden expression or shall it just empower eloquence in conflicts. But if nobody knows what it means what could it bring?

Would be pleased if you post the most valuable or interesting word creations you have been able to find on the world wide web.

Posted by: hhfriessn | 12/10/2008

LH Dr. Jörg Haider verstorben

Der politische Übervater des BZÖ und Ziehvater der FPÖ ist tot.

In Kärnten hat sich seit Samstag, den 11.10.2008, als Dr. Haider in den frühen Morgenstunden nach einem rasanten Überholmanöver am Weg nach Hause ins Bärental ums Leben kam, eine beeindruckende Bekundung tiefer Betroffenheit und Trauer breit gemacht. Die Kärntner Bevölkerung kommt nicht umher, ihre Anteilnahme am Tod dieses charismatischen und, mag sein, emphatischen Menschen zu bekunden. Er hatte offenkundig einen einzigartigen Zugang zur Bevölkerung seiner Wahlheimat Kärnten und suchte demgemäß ständig das Gespräch mit den Menschen, egal welcher sozialer Zugehörigkeit.

Dr. Haider war ein sehr populärer Landeshauptmann, aber gleichermaßen umstrittener Führer. Er wurde bewundert und verachtet zugleich. Er war ein begabter Rhetoriker, geschätzt und geliebt, aber auch ein Hetzer, abgelehnt und verhasst. Als Politiker bediente er sich eines radikalen Populismus, wie es ihn zuvor in Österreich nicht gab, eines Nationalismus, mit Ausfällen, wie sie kein anderer schaffte, und sozial-romantischer Elemente, um gezielt den Bürger zu verführen. Das sollte man nicht vergessen!

Der Zugang so manchem Mediums zur Zeit erfüllt daher einigermaßen mit Verwunderung. Es wird eine Person gehuldigt, die mit maßlos überhöhter Geschwindigkeit und noch dazu alkoholisiert durch die Landschaft raste. Was wäre gewesen, wenn es auch andere getroffen hätte? Diese Frage scheint noch nicht aufgekommen zu sein. Zudem wird ein Mythos Haider geschaffen, der undifferenzierter und undistanzierter nicht kommuniziert werden könnte.

Man kommt nicht umher den Menschen Haider nun in den Mittelpunkt zu stellen. Den mit seinem Ableben ist das politische Manifest endgültig geschrieben. In den Herzen der Menschen bleibt aber viel mehr der Jörg, der Mensch mit dem offenen Ohr für die Anliegen der Menschen und dem offenen Auge für die Potentiale und Chancen, die sich auftun. Der Familie und den Freunden sei ein herzliches Beileid zum tragischen Verlust ausgesprochen. Ruhe in Frieden, Dr. Jörg Haider!

Aktualisiert am 15.10.2008

Posted by: hhfriessn | 02/10/2008

Welcome

Hallo. Hello. Ciao. Salut…

Back again. Hopefully more enthusiastic now. Don´t you like to leave your marks? Let´s see and go step-by-step. If you have a tip or comment I will indeed consider it well and in case of relevant meaningfulness I might even accept and publish it!

Thanks anyway for your appearance!
HHF

Categories